Theater Tiefrot präsentiert:
"Großer Wolf" 
von Harald Müller

Produktion ist verschoben

Premiere nach der Sommerpause


Regie: Volker Lippmann



Wüst ist das Land, es ist Krieg. 
Das Land hat keine Städte und keine Landschaften mehr, es hat nicht einmal mehr einen Namen. 

Durchs Niemandsland irrt ein verlorenes Häuflein: eine Gruppe von Jugendlichen und Halbwüchsigen, eine 'Kampfgruppe', in der jeder, logisch, nur noch einen Kampfnamen hat: Messer, Hübscher, Binde, Klumper ... 

Eine Tragödie ist das Kriegsstück vom Großen Wolf, ein anderes Frühlingserwachen - in einem Ödland, in dem es längst keinen 'Frühling' mehr gibt. Wüst ist die Welt, verwüstet die Sprache. Wörter wie Waffen, Wörter wie Trümmer auf einem Ruinenfeld ... Sprache, die nicht Stimmung macht, nichts erklärt; Sprache, die zuschlägt und blutet. (Die Zeit)



                GEORGISCHER MUSIKABEND               

                       Duet "Why not" mit Gio

Romanze,Volkslieder, Kalakuri, Isntrumental

mit Maho dem Bühnenzauberer
 
                              1. JUNI 2024

                               um 19:00 Uhr

 

"ROSE"
von Martin Sherman

Deutsch von Inka M. Paul

7., 8. Juni 2024
jeweils 20:00 Uhr


"ROSE" von Martin Sherman ist das Stück der Stunde, obwohl es im Jahr 1999 spielt. 

Rose, eine 80jährige Jüdin, sitzt in ihrer Wohnung in Miami Shiv’a, die traditionelle jüdische Totenwache für nahe Angehörige. 

Wir erfahren zunächst nicht, um wen es sich bei der Verstorbenen handelt. Sie ist allein, aber die Geister ihrer Lebensgeschichte sind anwesend. Rose erzählt, dramatisch und mit feinem Humor, vom jiddischen Schtetl, vom Warschauer Ghetto, vom Verlust geliebter Menschen, von ihrer Fahrt auf der „Exodus“ nach Palästina und von ihrem Neuanfang in den USA. Und davon, wie ihre Kinder und Enkel sich in Israel an den verworrenen Fronten des Nahost-Konflikts positionieren müssen. 
Und schließlich auch, für wen sie Shiv’a sitzt. 


Regie:Roland Hüve

Schauspiel: Lena Sabine Berg
Produktion und Dramaturgie:
Andrea Faschina
 

Kölner Stadt Anzeiger Kritik /Thomas Dahl
11.03.2024
Ein brüchig wirkendes Bänkchen, darunter eine Wasserkaraffe, ein Glas und eine bunt dekorierte Keksdose. Dazu ein wenig Licht. Mehr braucht es nicht an Requisiten für das Kammerspiel „Rose“ aus der Feder des US-amerikanischen Dramatikers Martin Sherman. Das stille Szenario wird lediglich von einer Person ergänzt – Rose (Lena Sabine Berg), die den Raum jedoch für zahlreiche Figuren aus der Vergangenheit öffnet.

 

Es ist das Jahr 1999. Der Schauplatz: Eine Wohnung in Miami, Florida. Die 80-jährige Jüdin Rose hält die traditionelle Totenwache „Shiv`a“ für Angehörige. Um wen es sich dabei handelt, erfahren die Zuschauer erst am Schluss des Stücks, das unter der Regie von Roland Hüve als fordernde moralische Abhandlung adaptiert wurde. Die Protagonistin erzählt in den kommenden 90 Minuten aus ihrem Leben, das von Flucht, Gefangenschaft, Massen-Mord, Hoffnung, Neuanfängen und Vorurteilen geprägt wurde. Dabei übernimmt aber nicht der Schmerz die Hauptrolle. Viele Anekdoten verführen zum Lächeln, Wundern, zur Dankbarkeit für wertvolle Momente mit geliebten Wegbegleitern.

 

Rose überlebte das Warschauer Ghetto und emigrierte nach Palästina

 

Dass die Trauer dennoch präsent bleibt, ist der Historie von Unmenschlichkeit geschuldet. Antisemitismus, Rassismus, Neid, Korruption und Kriege prägen schließlich immer noch die Gegenwart. Der Bezug zur militärischen Auseinandersetzung zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas ist dabei unvermeidbar. Doch „Rose“ vermeidet die Anklage. Die Zeitzeugin gibt mit brüchiger, dann wieder selbstbewusster Stimme ihre Geschichten von der Fahrt mit dem Schiff „Exodus“ nach Palästina wieder, ein Land, in dem die Neuankömmlinge unerwünscht waren.

 

Sie blickt dabei mit logischer Abgeklärtheit auf die Entfremdung zwischen orthodoxen, israelischen Juden und den am Wirtschaftsaufschwung teilhabenden Auswanderern in den USA. Ein Urteil überlässt Rose den Zuhörern. „Gott ist im Ghetto gestorben“, verweist die alte Dame auf ihre  Erlebnisse im Warschauer Ghetto im Frühjahr 1943 und stellt den Stellenwert von Religionen sowie deren scheinbar legitimistischen Handlungen gegenüber Andersdenkenden in Frage.

 

Aktrice Lena Sabine Berg changiert in der dichtgewobenen Story im Minutentakt von der trauernden Hinterbliebenen zur Träumerin, euphorisierten Tänzerin bis hin zur nüchternen Betrachterin eines täglich neu geschriebenen Dramas „Leben“, das die Teilhabenden mit reichlich Ballast aus dem Theater entlässt. Dieser ist nicht leicht zu balancieren, wiegt er doch in Unsicherheit und erinnert an die tägliche Verantwortung zur Auseinandersetzung mit der Idee des Humanismus. Auch Rose wird über einer Antwort auf universale Fragen ins Stocken geraten. Über wie viele Grenzen reicht Nächstenliebe?

         "Jan King live - Ich bin eine Coverband"
Konzert-Theater von und mit Roland Hüve und Tom Jacobs

Premiere:
15. Juni 2024 um 20:00 Uhr

Weitere Vorstellung:
16.Juni 2024 um 20:oo Uhr

Jan King hat ein Problem. Er verdient sein Leben als Musiker und Alleinunterhalter, aber er träumt
davon, die wirklichen Klassiker der Popgeschichte in seiner eigenen Version auf die Bühne zu
bringen. 
Zum Beispiel die legendäre zweite Seite von „Abbey Road“, der letzten LP der Beatles. Er
schaut auf seine Lebensgeschichte zurück, seine Erinnerungen und die Musik nehmen Bezug
aufeinander, Frauengestalten aus den Beatles-Texten scheinen auch durch sein Leben zu geistern.

Die Endzeitstimmung der Beatles kurz vor ihrer Auflösung und Jan Kings Geschichte vermischen
sich. Gitarren, Kraken, Silberne Hammer, Tanzmusik, Familienglück, die wilden Neunziger und der
Sommer in England 1969. 
Ein Abend geschrieben für zwei Schauspieler-Gitarristen-Sänger.

© Urheberrecht. Alle Rechte vorbehalten. 

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