Der eingebildete Kranke

von Moliére

 

Eine Produktion in Zusammenarbeit mit der Theaterakademie Köln

Regie: Volker Lippmann

 

 

 

 

„Der eingebildete Kranke“ scheint mir am kühnsten, am schönsten, und zwar weitaus. Ich kenne keine schönere Prosa. Jeder Satz ist so, dass man nicht ein einziges Wort ändern könnte, ohne ihn zu verderben. Jeder Augenblick erreicht eine wunderbare Fülle. Man wird nicht müde, es immer wieder zu lesen und findet des Lobes kein Ende. (A. Gide)


Mit : Volker Lippmann, Ursula Wüsthof, Marcus M. Mies, Eva Wiedemann, Celina Engelbrecht, Christina Schumacher, Marcus Abdel-Messih, Till Klein, Janosch Roloff, Matthias v.d. Berg

Fotos: Julia Karl

 

„Lippmann ist eine Art Midas des Theaters: Was er anpackt wird zu Gold. Premieren-Jubel für die rundum gelungene Aufführung“ Kölner Rundschau
„Eine dichte und knackige Aufführung eines noch sehenswerten Klassikers“ Kölner Stadt Anzeiger

 

 

Kabale und Liebe

von Friedrich Schiller

 

 

Regie/Bühne: Volker Lippmann

 

 

 

„Ein entsetzliches Schicksal hat die Sprache unsrer Herzen verwirrt.“

Liebe und Zweifel, Intrige und Tod – Schiller hat mit nur 23 Jahren die Tragödie einer absoluten Liebe zweier junger Menschen geschrieben, die an der Ignoranz der Väter scheitert und als Anklage einer zynischen Gesellschaftsordnung verstanden werden kann. Luise Millerin, ein einfaches Bürgermädchen, liebt Ferdinand von Walter, den Sohn des Präsidenten. Und er liebt sie. Ihre Liebe gerät ins Schussfeld unterschiedlichster Interessen, alles scheint sich gegen die Zwei verschworen zu haben. Intrigen werden gesponnen, Hochzeiten beschlossen, Briefe erzwungen. Luise und Ferdinand, im festen Glauben an das Überleben ihrer Liebe, werden getrieben – in den Zwiespalt, die Lüge, den Widerstand und schließlich bis zum Äußersten. Schiller rechnet in ‚Kabale und Liebe‘ zugleich mit seiner Vätergeneration und dem Absolutismus ab. Heute, da Standesunterschiede keine bedeutende Rolle mehr spielen, ist das Thema der Ab- und Ausgrenzung ganzer gesellschaftlicher Gruppen von zunehmender Brisanz. Wenn sich Machtkonstellationen verstärkt der Kenntlichkeit entziehen, kulturelle Codes nicht eindeutig lesbar sind, fragt sich der Einzelne: Wer bin ich? Wo stehe ich? Was bin ich wert?

Mit: Eva Wiedemann, Ann-Cathrin Schaible, Christina Woike, Michael Marwitz, Janosch Roloff, Till Klein, Stefan Krause und Matthias v. d. Berg

Kostüme: Bettina Dörnemann

Für die Kostüme bedanken wir uns bei ISADORN

 

Woyzeck

von Georg Büchner

 

 

Bühnenfassung: Lars Zastrow
Musik: Jonas Körfer
Regie: Wolfram Zimmermann
© VKKBA / Foto: Weimer

 

“Es muss was Schönes sein um die Tugend, Herr Hauptmann. Aber ich bin ein armer Kerl.”Das zeitlos moderne Dramenfragment Georg Büchners (1813 - 1837) reißt expressiv und schmerzhaftrealistisch die Wunden der Ausbeutergesellschaft auf und stellt zugleich die Frage: “Was ist das, was in uns
stiehlt, lügt und mordet?”

mit: Volker Lippmann, Sandra Kouba, Jörg Kernbach, Christian Schüler, Carlos G. Piedra, Bernd Blömer und Susanne Armin-Zierold

Diese Aufführung hat eine beklemmende Spannung, der das Publikum atemlos folgt - Kölnische Rundschau

Vorhang !

von Charles Marowitz 

(Deutsche Erstaufführung)

 

Eine Komödie für Theaterliebhaber, Theaterhasser , Schauspieler, Theaterkritiker, Regisseure UND alle anderen Menschen.

Der Kritiker Charnick wird zum Dreh in ein altes Theater eingeladen und trifft bei seinem Erscheinen auf eine junge Produktionsassistentin. Der gelangweilte, zynische und auch frivole Rezensent tauscht sich eine Weile mit ihr über das Projekt und "das Geschäft" im Allgemeinen aus und macht zweideutige Andeutungen.
Bald bleiben ihm jedoch seine bösen und süffisanten Gemeinheiten über Theater und Theaterleute im Halse stecken, als die Schauspielerin Mitzi Crenshaw in einem theatralischen Feuerwerk ihren Rachefeldzug gegen ihn beginnt. Mitzi macht, was sie ihr Leben lang getan hat: sie spielt Theater. Ein ungeheuer witziges und spannendes Auf und Ab beginnt. Eines wird schnell klar: Mitzi will den "Inquisitor" töten!
Der Mord wird nur um Haaresbreite von ihrem Mann verhindert, der mit von der Partie ist. Eine Achterbahnfahrt zwischen Fiktion und Wirklichkeit.
Alle kriegen ihr Fett weg, Kritiker und Theaterleute.
Das Ganze findet ein überraschendes Ende …
Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage

Regie: Volker Lippmann
Es spielen: Ulli Wüsthof, Jörg Kernbach und Volker Lippmann
Fotos: Julia Karl

Premiere: 12.März 2016

Seeschlacht

von Reinhard Göring

 

100 Jahre Erster Weltkrieg

 

Regie: Volker Lippmann

 

 

Regieassistenz: Carsten Stumpe

Videokunst: André Lehnert

Kostüme: Dejan Radulovic

mit: Dolle/Engelbrecht/Karl/Kouba und Wagner

Nicht Hoffnung und Götter nehmen dem Tod das Grauen, nur dies: Gedenken dessen, was war und sein kann zwischen Mensch und Mensch, lautet ein Text aus der Seeschlacht, der von dem tiefen Wunsch der Weltkriegsgeneration nach einer Neugeburt aller menschlichen Gemeinschaft sehnt. Dieses Antikriegsstück wurde durch seine starke Wirkung der Berliner Inszenierung Max Reinhardts zu einem Faktor theatergeschichtlichen Gewichts. Das Publikum der Berliner Premiere reagierte nicht mit Applaus, sondern mit anhaltenden Schweigen aus tiefster Ergriffenheit, Andacht in Stille. Die Schaubühne war einmal ! - wieder zum Gotteshaus geworden.
„Die Schlacht geht weiter...“

Fotos: Lippmann


Nominiert für den Kurt Hackenberg- und den Kölner Theaterpreis 2014

Der große Gatsby

von Gerold Theobalt

 

nach dem Roman von F. Scott Fitzgerald

 

Die Szenerie spielt im New York der 20er Jahre, das von Materialismus und der Gier nach Macht geprägt wird. Gatsby ein Millionär und Lebemann versucht seine Jugendliebe Daisy, die bereits mit einem gefühlskalten, wohlhabenden Geschäftsmann verheiratet ist zurückzugewinnen. In der Welt von rauschenden Festen, Wirklichkeitsverblendung und Täuschungsmanövern wird die Geschichte ihrer aussichtlosen Liebe erzählt.
Der große Gatsby von F. Scott Fitzgerald thematisiert das Streben nach Glück und Erfolg, den amerikanischen Traum und dessen Scheitern. Die Gegensätze arm und reich, treu und untreu stehen im Mittelpunkt dieses Gesellschaftsporträts.
Dieser Roman gilt als das Meisterwerk Fitzgeralds, der uns in seinem Roman noch heute aktuelle Kernfragen vor Augen führt. Der Autor des Theaterstücks, Gerold Theobalt legt in seiner brillanten Bearbeitung großen Wert auf die poetische, stark differenzierte Sprache des Originals und deren Umsetzung in Dialogform.

Es spielen: Carsten Stumpe, Philipp Danne, Julia Karl, Marcus M. Mies, Eric Carter, Sandra Kouba und Juliana Wagner
Piano: Marcel Tusch
Für die Kostüme bedanken wir uns bei ISA DORN B. Dörnemann

Vom 22. August bis 7. September 2014 findetwieder unser erfolgreiches Sommertheater im Garten des Hotel Hopper statt.

Spieltermine FR/SA/SO jeweils um 19.30 Uhr!! Kartenpreise € 20,-/ € 15,- erm.

Fotos: Karin Danne

 

Der große Gatsby - "Eine beeindruckende Inszenierung mit ungewöhnlichen Leistungen der Schauspieler - Große Kunst im Schloßgarten" Rheinische Post

 

Kindsmord & Endlich Schluss

Zwei Monologe über Tod & Leben

von Peter Turrini

 

 

 

 

Präsent und aktuell wird die Geschichte der beiden Protagonisten sein, solange es Menschen auf dieser Erde gibt ! Thema: Selbstmord und Kindstötung. Peter Turrini schrieb einst "Kindsmord" nach einer wahren Begebenheit über eine junge Mutter, die ihr 10 Tage altes Kind in einer Badewanne ertränkte. Er besuchte die junge Frau in der Nervenheilanstalt, da ihm die Zeitungsmeldung über eine gesichtslose Gestalt nicht genügte.
Was geht in einem Menschen vor, der zu so einer Tat fähig ist? Welche Gefühle hat er?
Welche Verbindungen bestehen zwischen erlebter Vergangenheit und Gegenwart im individuellen Dasein?
Fragen, welche sich Turrini stellte, als er auch das Stück "Endlich Schluss" schrieb. Einen teilweise humorvoll-krotesken Monolog über einen erfolgreichen Journalisten, welcher sich selbst in den Tod zu zählen motiviert. Hinter jeder Schlagzeile, steht oft eine Geschichte, die dem Leser oberflächlich bleibt, insofern er die Nachfrage vernachlässigt. Gestern, Heute und Morgen.
Und was ist überhaupt noch WAHR und was FIKTION ?

Kindsmord und Endlich Schluss. Zwei Menschen an einem Wendepunkt ihres Leben.
Dauer ca. 90 Minuten. Ohne Pause.


PRESSESTIMMEN: "Beeindruckend. 90 Minuten die unter die Haut gehen" Kölnische Rundschau. HW


Es spielen: Julia Karl & Volker Lippmann

Kostüme: Dejan Radulovic

Blick von der Brücke

von Arthur Miller 


Regie: Volker Lippmann

 

Der Hafenarbeiter Eddie Carbone aus Sizilien hat zwei Vettern aus der Heimat, die illegal in die Staaten eingewandert sind, vor dem Zugriff der Behörden bei sich versteckt. In den USA finden sie zwar Arbeit, aber keine eigentliche Aufnahme, sie leben ohne Paß und Aufenthaltserlaubnis ständig in der Angst, entdeckt und abgeschoben zu werden, und sind somit vom sozialen Leben ihrer Kollegen ausgeschlossen. Die Spannungen in der engen Wohnung werden unerträglich, als sich Rodolpho in Eddies Nichte Catherine verliebt, an der Eddie leidenschaftlich hängt. In seiner Eifersucht verrät er den Rivalen an die Einwanderungsbehörde. Dadurch verliert er die Achtung seiner Familie, Freunde und Kollegen. Am Ende ersticht Rodolphos Bruder den unglückseligen Eddie mit dessen eigenem Messer.
Arthur Millers 1955 entstandenes sozialkritisches Drama hat an Aktualität bis heute nichts verloren
Theaterabend.

Mit: Matthias v. d. Berg, Eric Carter, Jörg Kernbach, Volker Lippmann, Katrin Wolter, Celina Engelbrecht, Carsten Stumpe und Mario Böttrich

Aufführungsrechte beim S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main. Übersetzung von F. Hoffmann und Hannelore Limpach

Kostüme: Dejan Radulovic

 

Macbeth

von William Shakespeare 

 

 

Zum 450. Jubiläum

Regie & Bühne: Volker Lippmann

 

Eine Tragödie von William Shakespeare und eines seiner wohl bekanntesten Werke. In seinem Drama verknüpft er geschichtliche Fakten mit Mythologie, Aberglauben und Fiktion. Der königliche Heerführer Macbeth trifft auf drei Hexen, die ihm den Aufstieg zum König von Schottland prophezeien. Daraufhin drängt ihn Lady Macbeth zum Mord an König Duncan.
Das düstere Schicksal nimmt seinen Lauf....

Es spielen: Julia Karl, Jörg Kernbach, Dimitri Tellis, Jutta Dolle, Juliana Wagner, Jule Schacht, Sandra Kouba, Marcus M. Mies und Volker Lippmann

 

Für die Kostüme bedanken wir uns bei ISA DORN - Bettina Dörnemann

Fotos: Karin Danne

 

Krankheit der Jugend

von Ferdinand Bruckner


Regie: Volker Lippmann

 

 

 

 

„Die heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, sie ist böse, gottlos und faul. Sie wird niemals so sein wie die Jugend vorher, und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur aufrecht zu erhalten.”
Kranke Jugend? Krank aus Angst vor dem Leben, dem Ungewissen, dem Alleinsein, auf der Suche nach Halt und Orientierung. An der Schwelle zum Erwachsenwerden erprobt eine Gruppe von Studenten exzessiv ihre eigenen Lebensentwürfe. Orientierungslosigkeit und ein ungestillter Hunger nach Liebe lässt die jungen Männer und Frauen in einem Beziehungschaos versinken, das bis zur Selbstzerstörung führt.
Ferdinand Bruckner gelang mit „Krankheit der Jugend“ 1926 der große Durchbruch als Dramatiker.

mit Celina Engelbrecht, Lucia Schulz, Sandra Kouba, Irmela Purvis, Patric Welzbacher, Eric Carter und Simon Fleischhacker

Kostüme: Dejan Radulovic

Vor dem Ruhestand

von Thomas Bernhard

 

Regie Volker Lippmann

 

Mit: Volker Lippmann, Bettina Muckenhaupt, Eleonora Vujin-Fischer

 

Männerhort

Komödie von Kristof Magnusson

 

Regie: Wolfram Zimmermann

 

Helmut, Eroll und Lars Rudolph haben sich im Heizungskeller eines Einkaufszentrums einen Rückzugsraum eingerichtet. Dorthin verschwinden sie immer samstags, kurz vor Ende des Einkaufsbummels, auf der Flucht vor ihren einkaufslustigen Frauen. Neben Dosenbier, Fernsehen und dem Fachsimpeln über technisches Gerät bestimmen lediglich Frauen auf Hochglanzpapier ihre Idylle. Diese wird empfindlich gestört, als der vermeintliche Brandschutzexperte Mario ihren Hort der Männlichkeit entdeckt und droht, sie zu verraten.

Mit: Christian Schüler, Jörg Kernbach, Dimitri Tellis und Volker Lippmann

Des Teufels General

von Carl Zuckmayer

 

 


Regie & Bühne : Volker Lippmann

 

Flieger General Harras steht im Dienste der Nationalsozialisten, dessen Ansichten und Taten er jedoch verachtet, woraus er auch kein Geheimnis macht. Die NSDAP versucht ihn für sich zu gewinnen, doch widersteht er dem Anschluss der Partei. Als sich Unfälle durch Materialfehler anhäufen, gerät Harras als Verantwortlicher für Flugzeugbau unter Druck. Nach Haft und Verhören durch die Staatspolizei erhält Harras wenige Tage Frist zur Aufklärung der Sache. Er muss sich rehabilitieren und deckt eine Sabotage-Aktion des Widerstands auf, in die auch sein Freund Oderbruch verwickelt ist. Doch Harras schützt ihn und seine Leute und übernimmt die alleinige Verantwortung. Flucht lehnt er ab.
Ihm bleibt nur ein einziger Ausweg...

Julia Karl, Jule Schacht, Ursula Wüsthof, Mario Böttrich, Jörg Kernbach, Maxi von Mühlen, Dimitri Tellis und Volker Lippmann

Piano: Marcel Tusch

Kostüme: Dejan Radulovic


PREMIERE: 24. Mai 2014 um 20:30 Uhr

Fotos: Julia Karl

 

Iphigenie auf Tauris

von Johann Wolfgang von Goethe

 

 

Regie: Volker Lippmann

 

 

 

Iphigenie auf Tauris ist die Fortsetzung der Ereignisse aus Iphigenie in Aulis, wie wir sie etwa in der Fassung des Euripides kennen: Iphigenie lebt als Priesterin der Diana, die sie vor dem Opfer in Aulis gerettet hat, bei den Taurern (im griechischen Verständnis "Barbaren" wie alle Nicht-Griechen). Als Iphigenie den Heiratsantrag des Königs Thoas ablehnt, setzt dieser enttäuscht die Tradition der Diana gewidmeten Menschenopfer wieder ein, die er Iphigenie zuliebe vorher aufgegeben hatte. Die ersten Fremden, die sie als Priesterin opfern soll, sind ausgerechnet ihr Bruder Orest und dessen Gefährte Pylades. Orest, der seine Mutter und ihren Liebhaber erschlagen hatte, um deren Mord an seinem Vater Agamemnon zu rächen, ist auf das Geheiß Apollos nach Tauris gezogen, um für seine Tat zu sühnen. Die Geschwister erkennen sich und Orest wird von seinen Gewissensbissen (im griechischen Verständnis: Rachegöttinnen) geheilt. Auf Drängen des umtriebigen Pylades beschließen sie, Thoas zu täuschen und das Heiligtum der Diana nach Apollos Geheiß zu stehlen. Iphigenie aber will Thoas nicht hintergehen und liefert sich wie ihre neuen Gefährten der Hoffnung auf die Milde des Barbarenkönigs aus. Als es deshalb zum bewaffneten Konflikt kommt, erkennt Orest die Doppeldeutigkeit des Orakels, das ihm eben nicht aufträgt, das Bild der Schwester Apollos (d. i. Diana) sondern die eigene Schwester (also Iphigenie) wieder nach Griechenland zu bringen, und beseitigt so die kultischen Streitigkeiten mit Thoas. Dieser erweist sich daraufhin als wahrhaft humaner Herrscher: Er hält sich an das der Iphigenie gegebene Versprechen und lässt die Griechen kampflos abziehen.


Goethes Schauspiel „Iphigenie auf Tauris“ (1786) demonstriert auf exemplarische Weise das Menschenbild und die Kunstauffassung der Weimarer Klassik. Es beruht auf einem antiken, oft gestalteten Stoff, verbindet diesen mit zeitgenössischen Problemstellungen und zielt dennoch auf eine überzeitliche, allgemeinmenschliche Aussage. Goethe ergreift, anders als Euripides, nicht einseitig für die Griechen und gegen die ‚barbarischen’ Taurer Partei. So ist selbst Iphigenie zunächst bereit, sich auf einen Betrug einzulassen, bevor sie den Mut fasst, gegen alle Gefahr auf Wahrhaftigkeit zu setzen. Erst diese „unerhörte Tat“ bringt, zusammen mit der beherrschten Reaktion des Taurerkönigs Thoas, die Wendung.

Mit: Jule Schacht, Ursula Wüsthof , Steffen Lehmann, Jörg Kernbach und Volker Lippmann

Kostüme: Dejan Radulovic

 

PREMIERE: 05.11.2011 um 20:30 Uhr - Wiederaufnahme Januar 2014

 

Jedermann

von Hugo von Hofmannsthal

 

 

 

Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hugo von Hofmannsthal

Sommertheater vom 11.-28. Juli 2013 im Garten des HOPPER HOTEL St. Antonius

Regie: Stefan Krause
Regieassistenz: Eva Wiedemann

 

Ein Stück dessen Themen in der Vergangenheit wie auch noch heute hoch aktuell sind.Jedermann, ein reicher Graf, ein Lebemann, ein Ausbeuter! Ein Mensch der glaubt sich alles erlauben zu dürfen. Seine Freunde, seine "Tischgesellschaft" verhält sich ebenso. Diese "Gesellschaft" lebt in Saus und Braus, und es bekümmert sie nicht, dass andere Menschen hungern und darben. Selbst der Pastor wird, als er sich für die Armen einsetzen will, verlacht und verspottet.
Mitten in dieser Fröhlichkeit erscheinen plötzlich Engel und sagen ihm, dass er, der Jedermann, noch heute vor Gottes Thron erscheinen müsse. Eine kurze Zeit ist er betroffen, aber dann stimmt ihn seine Tischgesellschaft um und er genießt weiter sein tolles Leben. Auch als der Tod kommt und ihm bestätigt, dass er noch heute vor Gottes Thron erscheinen muss, lacht Jedermann ihn aus. "Was soll ich vor dem Hochgericht? Wer sind die Richter? Wer sind die Zeugen? Darf niemand mit mir gehen?" "Nein, niemand wird mit dir gehen" sagt der Tod. Und so ist es. Alle seine Freunde laufen davon. Dann kommt der Teufel mit den sieben Todsünden, und die zählen seine schlimmen Taten auf.
Schließlich kommt der Pastor, und hilft ihm Frieden zu finden mit sich selbst und als Jedermann dann betet, kommen die Engel und geleiten ihn in die Ewigkeit. Ein christliches Stück, das die Verfehlungen und "Unmenschlichkeiten" von Menschen aufzeigt.

Ensemble: Volker Lippmann als “Jedermann”, Jörg Kernbach als “Gott”, Jana Julie Kilka als “Buhlschaft”, Moritz A. Sachs als “Mammon”, Jürgen Clemens als “Glaube”

mit Frank Baumstark, Hanno Dinger, Celina Engelbrecht, Eva Wiedemann, Anja Jazeschann, Sabine Lindlar, Roland Sapper, Gabriele Schulze und Ursula Wüsthof

“Kombo”: Stephan Wipf, Fabienne Hesse, Nadine Pungs, Petra Schepeler

Technik: Sascha Wiedemann

Ticketpreise: € 25,-/ erm. € 16,- Schüler & Studenten / Ticketverkauf ab 2013

Gelandet

von Miranda Huba

 

 

 


Ein Stück auf sechs Flughäfen

Deutschsprachige Erstaufführung
Deutsche Übersetzung von Gerda Gensberger

Regie/Bühne: Volker Lippmann
Dramaturgie: Gerold Theobalt

 

 

Drei Frauen vollziehen in einer psychedelischen Science-Fiction-Alptraumreise ihre Lebensgeschichte nach, die über sechs Flughäfen der globalisierten Welt der Weiblichkeit führt. Es ist eine Geschichte des Missbrauchs, die von Entwürdigung und Verstümmelung, Ausnutzung und Verdinglichung erzählt. Eingesammelt von einer Rattenfängerin, reduziert auf ihre Funktion als Gebärmaschine, geblendet durch die Verheißungen von Ruhm, Konsum und Religion, verführt zu rauschenden Sex- und Drogenpartys, allein gelassen in Krieg und Hunger, stehen die als kleine Mädchen Gestarteten am Ende als Erwachsene vor ihren zerbrochenen Träumen. Als sie schließlich in einem Fortpflanzungszentrum ihrer Bestimmung zugeführt werden, für fremde Familien Kinder auszutragen, nehmen sie Rache für ihr verpfuschtes Leben.

Ein Stück gegen die Verflachung und Nivellierung der zeitgenössischen Dramatik, 2009 ausgewählt als eines der fünf besten Theaterstücke aus Kanada.

Es spielen: Julia Karl, Jule Schacht, Jenny Ensle, Christina Woike und Patrick Welzbacher

 

"Eineinhalb Stunden, die an den Nerven zerren. Es passiert nicht oft, dass Thematik und Ästhetik so treffend übereinstimmen."
Kölner Stadt AnzeigerGelandet

Fotos: Klaudius Dziuk / Aesthetische Fotografie

 

 

Die Agonie und die Ekstase des Steve Jobs

von Mike Daisey


Eine Produktion des Theater Tiefrot in Koproduktion mit dem nö theater

Regie Janosch Roloff
Mit: Patric Welzbacher

Dramaturgie: Klaus Fehling
Bühnenbild: Mona Mucke
Regieassistenz: Marie-Theres Jestädt
Produktionsleitung: Asta Nechajute


„Dieser Abend ist ein Virus“

Macintosh, iMac, iPod, iTunes, iPhone, iPad – Steve Jobs hat der digitalen Welt mit der Kultmarke Apple Ästhetik und Aura gegeben. Genial und selbstbewusst hat er trotz ökonomischer und persönlicher Krisen den Apfel mit Biss zum Synonym für Innovation und Vision gemacht.

Und so verspricht der i-Konzern mit der Einführung seines neuen iPads „Alles können ist ganz leicht“. Doch ist es mit unserem Wissen über die Folgen der Globalisierung noch möglich, dem Konsumprodukt zu huldigen?

Mike Daiseys Monolog „Die Agonie und die Ekstase des Steve Jobs“ ist die Anklage- und Verteidigungsrede eines Mannes, der sich stolz zu einer religiösen Verehrung für die Produkte des Apple-Konzerns und seines Gurus bekennt, und gleichzeitig von der Unverzichtbarkeit ethischen Handelns überzeugt ist.

Daisey setzt die Zuschauer und sich selbst diesem schmerzhaften Widerspruch aus: Produktdesign und intuitive Bedienung stehen entsetzlichen und ausbeuterischen Arbeitsbedingungen gegenüber.

Alles können ist vielleicht nur dann ganz einfach, wenn mensch es wie Apple aufteilt:
Designed in California. Assembled in China.


Premiere: 20. Februar 2014

Nominiert für den Kurt Hackenber Preis für politisches Theater 2014

Fotos: KLAUDIUS DZIUK

Das Interview

nach dem Film

von Theo van Gogh 

 


Regie: Volker Lippmann

 

 

Ein renommierter Politredakteur und ehemaliger Kriegsberichterstatter soll einen gefeierten weiblichen Soap-Star interviewen. Für ihn ein undankbarer Auftrag – zumal am Abend einer wahrscheinlichen Regierungsumbildung. Voller Unlust und unvorbereitet geht er in das Gespräch.
Doch schon bald muss er feststellen, dass die erfolgsverwöhnte Schauspielerin eine durchaus ebenbürtige Gesprächspartnerin ist. Aus dem verunglückten Treffen wird ein psychologisches Duell, in dem jeder versucht, sich zu behaupten. Dabei werden alle Register gezogen und die Gesprächsstrategien ständig gewechselt.
Auf der Suche nach dem dunkelsten Geheimnis und der intimsten Offenbarung begeben sich beide auf dünnes Eis. Sie kommen sich nahe und werden gleichzeitig unerbittliche Feinde und auf einmal beherrscht das persönliche Drama immer mehr die Szene. Eine verbale Schlacht, aus der nur einer siegreich hervorgehen
kann …
„Das Interview“ nach dem Film des niederländischen Regisseurs Theo van Gogh ist ein Kammerspiel um Frage und Antwort, um Sein und Schein, um Wahrheit und Lüge. Durch die subtile Analyse psychischer Mechanismen
gelingt eine präzise Beschreibung jener vollends theatralisierten Welt, wie sie die Medien jeden Tag aufs Neue
erschaffen.

Mit: Katrin Wolter und Marcus M. Mies

 

"Brennend, aber nicht verzehrt" Ruth Berlau - Geliebte Brechts

 

 

Regie: Edda Koch / Mike Maria
Mit: Marina Matthias

 

Das Stück spiegelt das bewegte Leben der vielseitig begabten Dänin Ruth Berlau (1906-1974) wider, die mit Brecht eine wohl intensive Liebes- und Arbeitsbeziehung verband: „ Liebe ist einen Produktion“
Sie begleitete Brecht durch sein gesamtes Exil, knüpfte Kontakte, übersetzte und Inszenierte seine Stücke. Später dokumentierte sie seine Theaterarbeit in unzähligen Fotografien. „ Von jetzt ab warte ich auf Dich, wohin immer ich komme, und rechne mit Dir“, schrieb Brecht. - Die letzten Jahre in Berlin waren eher leidvoll für sie. Am 15. Januar 1974 starb sie in ihrem Krankenbett in der Charité, das aus nicht geklärten Ursachen in Flammen aufging. Das Stück ist eine sehr emotionale Achterbahn.

"Unter der Regie von Edda Koch und Mike Maria beeindruckt Marina Matthias mit ihrer Darstellung einer Frau die hilflos zwischen Hoffnungsanfällen und schierer Verzweiflung ist." Kölner Stadt Anzeiger

Theater Tiefrot

Dagobertstraße 32

50668 Köln

 

0221 4600911

info@theater-tiefrot.de

 

 

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Unsere nächste Premiere

 

 

 

Freitag, 02.Juni 2017

Die Auferstehung des Schutzengels in Afrika oder

Die Gottesanbeterin

von Ali Jalaly

 

 

Samstag, 02. Juli 2017

The Inversion 

 

 

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Aktuelle Stücke

 

 

FAUST I

 

DON CAMILLO & PEPPONE

 

DINNER FOR ONE - KILLER FOR FIVE

 

WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF?

 

GIFT.EINE EHEGESCHICHTE

 

ICH WERDE NICHT HASSEN

 

ROMEO & JULIA

 

DER KONTRABAß


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Spielplan April 2017
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Spielplan Mai 2017
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